9 Aug 2010

Dies ist ein Gastartikel von André, Fotograf von A-K-Photo. André beschäftigt sich intensiv mit dem Fotografieren von Autos. In diesem Artikel stellt er euch eine spezielle Aufnahmetechnik bzw. Zubehör vor: das Car-Rig. Viel Spaß beim Lesen!

Wir von A-K-Photo haben eine Zeit lang  Fotos im Fahren gemacht. Das ging auf einer nahe gelegenen Bundesstraße immer nur begrenzt. So waren wir durch das Licht, den Verkehr und vor allem durch das Wetter extrem abhängig von Zufällen. Schlecht, wenn es darum geht, Fotos an Shootingterminen abzuliefern. Desweiteren waren da die hohen Verschleißkosten: so wurden bei den Aktionen nicht nur mindestens 7 Bilder pro Sec. “durchgelassen”, sondern es musste auch der Kamerawagen mit sehr viel Leistung gefahren werden – Diesel, den man sparen kann. Außer Acht gelassen sind dabei meine abfliegende Brille oder andere eventuelle Schäden.

Also musste über kurz oder lang ein “Rig” her….
»Weiterlesen

4 Aug 2010

Lautlos – so war das letzte Forumdeluxx-Fotowettbewerbsthema. An diesem habe ich teilgenommen, zu gewinnen gab es Ruhm und Ehre. Mein Bild hat erfreulicherweise gewonnen, anschließend stellte ich es bei flickr ein und bekam sehr positives Feedback. Aus diesem Grund möchte ich einige wenige Worte über dieses Bild verlieren und es euch vorstellen.

Zu allerst das finale Bild:

Das Bild hat keinen schweren Aufbau, es ist ein Modell, welches vor einem grauen Hintergrund steht, und hoch-frontal mit einer Lichtquelle ausgeleuchtet wurde. Diese Lichtquelle war ein Nikon SB600 in einer Westcott Apollo Softbox. Der Blitz hatte irgendetwas um 1/8s bei 35mm. Bei diesen Angaben bin ich mir jedoch nicht sicher, der Handbelichtungsmesser nimmt einem viel Arbeit ab, und man feinjustiert den Blitz nur. ;-)

Die Augen vom Modell sind nicht sichtbar, dies hat zwei Gründe:

1) Im Forum sind keine Portraits gestattet (Recht am eigenen Bild etc…), außer Selbstportraits
2) wird dadurch eine gewisse Neutralität erreicht, welche allgemeingültig interpretiert werden kann

Man kann außerdem gut erkennen, dass das Modell einen Streifen Klebeband über den Mund bekommen hat. Dies ist die Kernaussage und der “Wink mit dem Zaunpfahl” auf “lautlos”. Wenn man es hart interpretieren würde, könnte man auch Stille herauslesen. Ich entschied mich für zeitloses schwarzweiß mit einem leichten Cyan-Farbton.

Die Haut wurde mit verschiedenen Einstellungsebenen aufgehellt, und mit weniger Zeichnung versehen. Dadurch entsteht auch ein harter Kontrast zum schwarzen Klebeband, welches die Blicke magisch anzieht und Raum für die Interpretation lässt. Eine leichte Vignette rundet das Gesamtbild ab.

Ich bin kein großer Photoshopper, ein richtiger Kenner hätte damit locker mehr herausholen können, dennoch bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Abschließend möchte ich den netten Kommentatoren bei flickr danken, sowie den Luxxern, welche für mich gevotet haben. :-)

26 Jul 2010

Gestern habe ich das gute Wetter genutzt, um ein wenig am Skatepark zu entspannen. Dort habe ich Daniel getroffen, einen jungen Fotografen. Er studiert seit kurzem in Jena, arbeitet ebenfalls mit Nikon, und fotografiert hauptsächlich Extremsport. Wir hatten ein gutes Gespräch, und werden uns sicherlich öfter zum fotografieren treffen. Leider ist sein Internetauftritt zur Zeit offline, er arbeitet aber daran. Ich packte die Gelegenheit um einige Momentaufnahmen vom Skatepark aufzunehmen. Das Ganze wurde dann ein wenig dem Oldschool-Look angepasst und ausgegeben.

Gegen Abend habe ich mich dann noch ausführlich mit André Tawalbeh, einem der beiden Fotografen von A-K-photo, unterhalten. André und Kevin haben sich als Hauptaufgabe auf das Fotografieren von Autos spezialisiert. Das Portfolio überzeugt! Die beiden Fotografen haben seit neuestem einen Car-Rig, eine stabile Konstruktion, welche am Auto via Saugnapf befestigt werden kann, und am anderen Ende die Kamera. Dadurch lassen sich enorm dynamische Aufnahmen erzeugen. André hat angeboten, darüber einen Gastartikel zu schreiben. Ihr dürft also gespannt sein.

In der Zwischenzeit verweise ich auf das Portfolio von A-K-Photo, viel Spaß beim Stöbern!

23 Jul 2010

Heute möchte ich ein Setup für Produktfotos vorstellen. Die Besonderheit besteht in nur einer verwendeten Lichtquelle, ohne speziellen Lichtformer. Geht nicht? Ich beweise das Gegenteil.

Mein zu fotografierendes Objekt war ein AXE-Deospray. Die Dose besteht aus leicht glänzenden, bedrucktem Blech, der Deckel aus weichem, mattem Plastik. Ich bereitete den Foto”tisch” (ein Ikea-Strohkorb) vor, legte eine dunkle Pappe und eine schwarze Acrylplatte darauf. Anschließend positionierte ich die AXE-Dose und richtete die Kamera (D80 + Makro) danach aus. Das ganze wurde hochkant und sensorfüllend vorbereitet, dies habe ich mir von Zack Arias abgeschaut, es bewirkt bei gleichmäßigem Hintergrund (in diesem Fall schwarz) eine erfolgreiche Arbeitsflächenerweiterung unter Photoshop. Außerdem bleibt die Bildqualität dadurch erhalten.

Nachdem die Dose und Kamera ihren Platz gefunden haben, positionierte ich einen Reflektor mit schwarzem Bezug etwa 1m hinter der Axe-Dose. Mit diesem Abstand erhalte ich perfektes schwarz, das Licht wirft keine Reflexe. Nun war alles vorbereitet. Ab jetzt musste ich mir Gedanken um das Licht machen, ich war fest davon überzeugt, dieses Setup mit nur einer Lichtquelle auszuleuchten.

Der erste Schritt: jeweils links und rechts neben die Dose eine weiße Styroporplatte. Ich stellte nun meinen SB600 auf das Lampenstativ, dieser bekam einen Snoot (in meinem Fall einen Pappkanal welcher das Licht geradlinig verteilt). Ich positionierte ihn neben die linke Styroporplatte, er zielte auf die rechte, ohne jedoch die Dose zu streifen. Mein Ziel war es, nur mittels “bouncen” eine schöne Ausleuchtung hinzubekommen. Nun habe ich das Licht eingemessen. Der Belichtungsmesser zeigte mir am rechten Rand der Dose einen Wert von f/5.6, auf der linken Seite f/2.8, also 2 Blenden Differenz. Ich habe diese Werte auf die Kamera übertragen und das erste Bild sah schon ganz passabel aus. Nach kurzer Feineinstellung hatte ich die passende Belichtung. Zwei drei Bilder wurden auf die Speicherkarte gezogen.

Nun wollte ich aber etwas mehr Licht auf die Dose bringen. Ich entschied mich für zwei weitere Reflektorflächen, diesmal aber nur 2 Blatt weißes A4 Papier. Auch den Blitz musste ich umstelllen, die neue Position rückte hinter die linke Styroporplatte, aber immernoch auf die rechte Platte zielend. Jetzt war das Licht perfekt, es wurde von allen Reflektorflächen reflektiert und ergab eine schöne Ausleuchtung, und plastisch wirkte die Dose auch noch.

Den Aufbau kann man sich hier veranschaulichen:

Nachdem ich einige Bilder aufgenommen habe, ging es direkt zu Lightroom. Hier entfernte ich einige Staubpartikel auf der hochglänzenden Acrylplatte, passte das Hintergrundschwarz an, korrigierte die Kontraste, und letztendlich wurde noch selektiv die Farbe angepasst. Das fertige Ergebnis kann man sich hier anschauen.

Als kleinen Bonus habe ich mich an einer Art Werbeplakat versucht. Durch den schwarzen Hintergrund kann man seine Arbeitsfläche ohne weiteres an sein Wunschmaß anpassen, und dadurch Platz für Schrift oder Logos schaffen.

Wie man sieht: mit etwas Überlegung, und einigen Reflektorflächen, kann man auch mit einer Lichtquelle Produktfotos erstellen, wo andere mit Softboxen oder Striplights arbeiten. Danke fürs Lesen!

22 Jul 2010

Vor kurzem hatte ich das erste Shooting mit Florine. Sie ist meine Friseurin und freute sich sehr darauf. Flo hat früher gemodelt und ist auf Laufstegen stolziert, dadurch war es ein sehr angenehmes Knipsen. Bei diesem Shooting habe ich versucht, etwas mehr Umgebungslicht als Hauptlichtquelle zu benutzen, die Softbox bzw. der Schirm wurde nur zum Aufhellen verwendet, dadurch entsteht eine recht natürliche Belichtung. Die Bearbeitung war diesmal komplett im Lightroom.

Sehr geholfen hat mir mein Belichtungsmesser, welchen ich vor kurzem etwas modifiziert habe. Damit lies sich das Licht sehr schnell einstellen, ein wirklich tolles Hilfsmittel.
Nun aber zu den Bildern:

Für das erste Mal bin ich zufrieden, das Umgebungslicht hat gute Dienste geleistet, die nächsten Bilder werden sicherlich einige “Heim”-Studioaufnahmen werden.