Was macht den Samstagnachmittag schöner als Kaffee, Kuchen und Zack Arias? Zack wer? Zack Arias, Mr.OneLight.
Wer es noch nicht mitbekommen hat, Zack Arias gibt einen Studio-Lighting Workshop auf creativeLIVE.com. CreativeLIVE ist eine Gemeinschaft, welche ihre Inhalte kostenlos* als Livestream zur Verfügung stellt. Aufgebaut ist dieses System wie eine Schulklasse. Die Homepage bietet einen Kalender mit den einzelnen Terminen, praktisch für Mac-Nutzer: man kann die Liste in sein iCal importieren. Das interessante daran: man ist wirklich live dabei, Fragen können via Twitter/Chatroom direkt ins Studio gesandt werden.
Wie schon erwähnt gibt Zack Arias einen Workshop. Die Dauer ist von Freitag bis Sonntag. Ich habe mir gestern die Zeit genommen, und mir den ersten Tag des Workshops angschaut. Hierbei wurde die Philosophie von Zack, die Grundlagen von Blitzlicht, die Regelung von Blitzlicht, sowie andere wichtige Grundlagen vermittelt. Heute ab 19 Uhr geht es dann los mit dem Fotografieren, Einsatz von diversen Lichtformern und deren Charakteristik. Angesetzt ist der heutige Teil bis 3 Uhr nachts. Ich nehme das Ganze via iShowU HD auf… ![]()
Da ich am gestrigen Tag gegen 1Uhr schon viel zu müde war um weiterzuschauen, nutzte ich die heute früh ausgestrahlte Wiederholung, um den restlichen Inhalt aufzunehmen. Ein sehr interessantes Thema wurde mit den Kosten einer Studioausstattung aufgerollt. Zack hat einige Kalkulationen des Alienbees-System aufgezeigt, über Vor- und Nachteile gesprochen, sowie mit anderen Herstellern verglichen. Fazit: Alienbees sind der günstige Einstieg in die Studiofotografie, jedoch bieten andere Hersteller bessere Performance (Farbtreue, Auslösungsgeschwindigkeit usw.).
Das Zitat “You get what you paid for.” trifft es meiner Meinung nach sehr gut.
Nachdem ich die Wohnung auf Vordermann gebracht, einkaufen war und auf den restlichen Teil vom Workshop gewartet habe, nutzte ich die Zeit um etwas zu fotografieren. Mit dabei war natürlich wieder die Westcott Apollo. Ich bin immerwieder von ihrer Größe und dem Licht begeistert. Sie durfte mir bei einigen Tabletop Aufnahmen behilflich sein, anschließend brühte ich mir einen Kaffee auf, schnitt etwas Kuchen ab und Voila! – ich hatte mein Motiv. Die Ausleuchtung ging superleicht von der Hand, ich wollte sowieso die Belichtungseinstellungen testen, damit ich beim nächsten Shooting genauer Bescheid weiß. Mein Problem besteht – wie bei vielen – im Kamera-LCD. Dieses zeigt nach der Aufnahme hervorragend belichtete Bilder, später am Rechner kommt dann das böse Erwachen: die Lichter sind oftmals dunkler, die Tiefen überragen. Fazit des Ganzen: man muss viel zu viel korrigieren, durch aufhellen der Tiefen wird das Rauschen verstärkt. Mich persönlich stört Rauschen nicht wirklich, jedoch leidet auch die Schärfe etc. darunter.
Wie ich herausgefunden habe, muss ich etwa 1-2/3 Blenden überbelichten, dadurch ergeben sich auf dem Kameradisplay zwar unschöne Ergebnisse, in der späteren Bearbeitung habe ich aber viel mehr Freiraum. Ein Bild abdunkeln geht viel verlustfreier, anstatt das Aufhellen dunkler Bereiche.
Das fertige Nachmittagsfoto schaut wie folgt aus:
Das Bild hat garnicht viel Bearbeitung abbekommen, etwas Kontrast, drei Farbüberlagerungen und einen leichten Hochpass. Langsam aber sicher bekomme ich ein Gefühl für Tönungen.
Lichttechnisch kam die Apollo zum Einsatz, darin steckte – wie üblich – ein Nikon SB80dx, eingestellt auf 1/8 und 35mm Zoom. Genutzte Linse war das 35mm f/1.8 bei f/2. Ich wollte damit viel Tiefenunschärfe erzeugen, der Fokus ist sehr knapp gewählt, dies finde ich aber sehr interessant.
Ich wünsche allen Lesern noch einen angenehmen Samstag!
*kostenlos, wenn man den Event live anschaut bzw. dessen Wiederholung. Kosten fallen erst beim Download der Inhalte an.
