4 Sep 2010

Viele von euch nutzen Bildbearbeitungsprogramme wie Corel Draw, Gimp oder Lightroom. Ich bin großer Fan von Adobe Photoshop, dieses Programm lässt keine Wünsche offen und wird stets sinnvoll weiterentwickelt.

Wenn man eine gewisse Zeit in Photoshop arbeitet, kristallisiert sich eine ganz persönliche Arbeitsfläche heraus. Diese Fläche zeigt eine bestimmte Anordnung von Einstellungsfenstern, unwichtige Sachen werden oft ausgeblendet. Photoshop bietet auch die Möglichkeit, diese individuelle Arbeitsfläche zu speichern und beim Start als Standard festzulegen.

Gehen wir einen Schritt weiter: die Menüführung. Wie oft ist es mir schon so ergangen, dass ich eine Funktion suche, diese aber schlichtweg übersehe? Selbst hierfür bietet Adobe eine Lösung: man kann die Menüs personalisieren und kolorieren. Wie das geht, zeige ich euch jetzt:

Man öffnet Photoshop und fährt mit der Maus in den Reiter “Fenster”, anschließend auf “Arbeitsbereich”. Am Ende dieses Sub-Menüs findet man “Tastaturbefehle und -menüs”.

Nun öffnet sich ein graues Fenster. Im oberen Teil findet man das s.g. “Set”. Wenn ihr noch keinen eigenen Arbeitsbereich angelegt habt, wird dort “Photoshop Standards” stehen. Ich empfehle, das geänderte Menü genauso zu benennen wie euren Arbeitsplatz (in meinem Fall ‘Arbeitsplatz_fullscreen’).

Der untere Teil zeigt euch die komplette obere Menüleiste. Bei Klick auf das kleine schwarze Dreieck öffnet sich eine Funktionsliste des jeweiligen Menüpunktes.

Aufgebaut ist das Ganze recht einfach und verständlich. Man sieht in der ersten Spalte den Namen der Funktion, in der zweiten kann man dessen Sichtbarkeit auswählen (unwichtige Funktionen werden somit komplett ausgeschaltet), und zu guter Letzt eine Farbe bestimmen.

Nun muss man sich nur noch Zeit nehmen um sein Menü Stück für Stück anzupassen. Ich für meinen Teil habe die ganzen Videofunktionen von CS4 deaktiviert, dazu noch einige Filter und die wichtigsten Ebenenfunktionen farblich gekennzeichnet.

Viel Spaß beim Personalisieren und Danke für’s Lesen!

27 Aug 2010

… eine Bootsfahrt die war schön.
Vom 29. bis 31.Juli unternahmen 5 Freunde und ich eine Schlauchbootfahrt. Wir schipperten mit drei Booten entlang der Saale. Unwetter, Stromschnellen sowie neugierige Untiere kreuzten unseren Weg. Extra für diesen Anlass habe ich mir eine gebrauchte Ihagee EXA 1C zugelegt, bewaffnet mit 2 Objektiven und zwei Schwarzweißfilmen konnte das Abenteuer beginnen.

Angefangen hat alles Donnerstag früh neun Uhr. Das Wetter war launisch, belohnte uns aber mit einer leichten Wolkendecke und einigen Sonnenstrahlen. Unsere Stimmung war gut. Nachdem sich alle am Treffpunkt versammelt hatten, begann der Aufbau. Die Boote wurden ausgebreitet und mit Luft zum Leben erweckt. Zu unserer Freude tauchte eine Entenmutter mit ihren Kleinen auf, sehr putzig anzusehen wie die kleinen Racker ins Kühle nass tapsen.
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9 Aug 2010

Dies ist ein Gastartikel von André, Fotograf von A-K-Photo. André beschäftigt sich intensiv mit dem Fotografieren von Autos. In diesem Artikel stellt er euch eine spezielle Aufnahmetechnik bzw. Zubehör vor: das Car-Rig. Viel Spaß beim Lesen!

Wir von A-K-Photo haben eine Zeit lang  Fotos im Fahren gemacht. Das ging auf einer nahe gelegenen Bundesstraße immer nur begrenzt. So waren wir durch das Licht, den Verkehr und vor allem durch das Wetter extrem abhängig von Zufällen. Schlecht, wenn es darum geht, Fotos an Shootingterminen abzuliefern. Desweiteren waren da die hohen Verschleißkosten: so wurden bei den Aktionen nicht nur mindestens 7 Bilder pro Sec. “durchgelassen”, sondern es musste auch der Kamerawagen mit sehr viel Leistung gefahren werden – Diesel, den man sparen kann. Außer Acht gelassen sind dabei meine abfliegende Brille oder andere eventuelle Schäden.

Also musste über kurz oder lang ein “Rig” her….
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26 Jul 2010

Gestern habe ich das gute Wetter genutzt, um ein wenig am Skatepark zu entspannen. Dort habe ich Daniel getroffen, einen jungen Fotografen. Er studiert seit kurzem in Jena, arbeitet ebenfalls mit Nikon, und fotografiert hauptsächlich Extremsport. Wir hatten ein gutes Gespräch, und werden uns sicherlich öfter zum fotografieren treffen. Leider ist sein Internetauftritt zur Zeit offline, er arbeitet aber daran. Ich packte die Gelegenheit um einige Momentaufnahmen vom Skatepark aufzunehmen. Das Ganze wurde dann ein wenig dem Oldschool-Look angepasst und ausgegeben.

Gegen Abend habe ich mich dann noch ausführlich mit André Tawalbeh, einem der beiden Fotografen von A-K-photo, unterhalten. André und Kevin haben sich als Hauptaufgabe auf das Fotografieren von Autos spezialisiert. Das Portfolio überzeugt! Die beiden Fotografen haben seit neuestem einen Car-Rig, eine stabile Konstruktion, welche am Auto via Saugnapf befestigt werden kann, und am anderen Ende die Kamera. Dadurch lassen sich enorm dynamische Aufnahmen erzeugen. André hat angeboten, darüber einen Gastartikel zu schreiben. Ihr dürft also gespannt sein.

In der Zwischenzeit verweise ich auf das Portfolio von A-K-Photo, viel Spaß beim Stöbern!

23 Jul 2010

Heute möchte ich ein Setup für Produktfotos vorstellen. Die Besonderheit besteht in nur einer verwendeten Lichtquelle, ohne speziellen Lichtformer. Geht nicht? Ich beweise das Gegenteil.

Mein zu fotografierendes Objekt war ein AXE-Deospray. Die Dose besteht aus leicht glänzenden, bedrucktem Blech, der Deckel aus weichem, mattem Plastik. Ich bereitete den Foto”tisch” (ein Ikea-Strohkorb) vor, legte eine dunkle Pappe und eine schwarze Acrylplatte darauf. Anschließend positionierte ich die AXE-Dose und richtete die Kamera (D80 + Makro) danach aus. Das ganze wurde hochkant und sensorfüllend vorbereitet, dies habe ich mir von Zack Arias abgeschaut, es bewirkt bei gleichmäßigem Hintergrund (in diesem Fall schwarz) eine erfolgreiche Arbeitsflächenerweiterung unter Photoshop. Außerdem bleibt die Bildqualität dadurch erhalten.

Nachdem die Dose und Kamera ihren Platz gefunden haben, positionierte ich einen Reflektor mit schwarzem Bezug etwa 1m hinter der Axe-Dose. Mit diesem Abstand erhalte ich perfektes schwarz, das Licht wirft keine Reflexe. Nun war alles vorbereitet. Ab jetzt musste ich mir Gedanken um das Licht machen, ich war fest davon überzeugt, dieses Setup mit nur einer Lichtquelle auszuleuchten.

Der erste Schritt: jeweils links und rechts neben die Dose eine weiße Styroporplatte. Ich stellte nun meinen SB600 auf das Lampenstativ, dieser bekam einen Snoot (in meinem Fall einen Pappkanal welcher das Licht geradlinig verteilt). Ich positionierte ihn neben die linke Styroporplatte, er zielte auf die rechte, ohne jedoch die Dose zu streifen. Mein Ziel war es, nur mittels “bouncen” eine schöne Ausleuchtung hinzubekommen. Nun habe ich das Licht eingemessen. Der Belichtungsmesser zeigte mir am rechten Rand der Dose einen Wert von f/5.6, auf der linken Seite f/2.8, also 2 Blenden Differenz. Ich habe diese Werte auf die Kamera übertragen und das erste Bild sah schon ganz passabel aus. Nach kurzer Feineinstellung hatte ich die passende Belichtung. Zwei drei Bilder wurden auf die Speicherkarte gezogen.

Nun wollte ich aber etwas mehr Licht auf die Dose bringen. Ich entschied mich für zwei weitere Reflektorflächen, diesmal aber nur 2 Blatt weißes A4 Papier. Auch den Blitz musste ich umstelllen, die neue Position rückte hinter die linke Styroporplatte, aber immernoch auf die rechte Platte zielend. Jetzt war das Licht perfekt, es wurde von allen Reflektorflächen reflektiert und ergab eine schöne Ausleuchtung, und plastisch wirkte die Dose auch noch.

Den Aufbau kann man sich hier veranschaulichen:

Nachdem ich einige Bilder aufgenommen habe, ging es direkt zu Lightroom. Hier entfernte ich einige Staubpartikel auf der hochglänzenden Acrylplatte, passte das Hintergrundschwarz an, korrigierte die Kontraste, und letztendlich wurde noch selektiv die Farbe angepasst. Das fertige Ergebnis kann man sich hier anschauen.

Als kleinen Bonus habe ich mich an einer Art Werbeplakat versucht. Durch den schwarzen Hintergrund kann man seine Arbeitsfläche ohne weiteres an sein Wunschmaß anpassen, und dadurch Platz für Schrift oder Logos schaffen.

Wie man sieht: mit etwas Überlegung, und einigen Reflektorflächen, kann man auch mit einer Lichtquelle Produktfotos erstellen, wo andere mit Softboxen oder Striplights arbeiten. Danke fürs Lesen!