FOTOBLOG VON HANNES KRONEBERGER

 
 
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Eingangfreude

 
16. Februar 2014 | Bewegtbild, Neuigkeiten
 
 

Vor etwa einanderthalb Jahren gesellte sich ein 29er Mountainbike in meinen Fuhrpark. Es war toll sich den Berg hinaufzukämpfen, mit Tempo zwischen engstehenden Bäumen hindurchzuschlängeln, in den Kurven den Grip für einen Moment zu verlieren und kurz darauf in einem Anlieger sicheren Halt zu finden. Die Abfahrten, welche einem die Tränen in die Augen trieben und aus den Augenwinkeln drückten, blieben in Erinnerung. Links, Rechts, Hoch, Runter.

Zwei Stunden Geländeradfahren sind so anstrengend wie eine Stunde schnelles Laufen. Ich liebe es!

Nach einigen tausend Kilometern Gelände stelle sich bei mir im Kopf eine Weiche um. Ich entschied mich meinen Fahrstil zu ändern und meiner persönlichen Auffassung von Mountainbiken zu folgen.
Aus diesem Gedanken ist ein neues Rad mit lediglich einem Gang entstanden. Seit einem halben Jahr bin ich nun mit einem Gang in den Jenaer Bergen unterwegs und möchte wirklich nichts anderes mehr fahren. Es befriedigt meinen sportlichen Ehrgeiz und ich merke das mich das Fahren körperlich und auch geistig nach vorne bringt.

Man stellt sich nach einiger Zeit um und vermisst die Schaltung nicht. Wenn ein Anstieg kommt holt man nochmal Schwung, kickt in die Rampe, schwingt aus dem Sattel und sprintet den Anstieg im leichten Wiegetritt hinauf. Oben setzt man sich wieder auf den Sattel und fährt weiter als sei nichts gewesen. Treten und Bremsen – die einzigen Gedanken welche man hat. Eine Wohltat.
Nebenbei gleitet man sanft durch den Wald, kann Hindernisse überspringen, muss sich keine Gedanken über Technikprobleme machen. Kein Kettenpeitschen, kein Hängenbleiben am Schaltwerk oder dem Kettenblatt. Ich kann es nur jedem empfehlen es auszuprobieren.

Letztes Jahr im Spätherbst überkam mich die Idee mit der Canon und einem Gorillapod einen Videoversuch zu starten. Dafür suchte ich mir einen schönen Singletrail und filmte szenisch das Radfahren aus verschiedenen Winkeln. Eine interessante Sache, jedoch auch sehr zeitraubend und – wenn man es alleine macht – anstrengend. Für die Bearbeitung nutzte ich erstmals Filmconvert, dieses legte ich mir bei einer Sonderaktion mit hohem Preisnachlass zu. Das Tool kann ich sehr empfehlen weil es die Farbkorrektur und den s.g. “Filmlook” durch Presets sehr erleichtert.

Das wird wohl nicht mein einziger Singlespeed-Clip bleiben… :)

 
 
 
 

KOMMENTARE

 
 
  • Stephan sagt:

    Großartig – sowohl das Bike als auch das Video. Von Singlespeed-Mountainbikes habe ich selber noch nicht all zu viel gehört aber bewundere, so ein Gerät nicht nur in der Stadt sondern auch Offroad zu verwenden. Und zum Video: Runde Sache, es ist wirklich super geworden!

  • josh sagt:

    mit welcher übersetzung fährst du denn?

  • hAnnes sagt:

    Hallo Josh. Da es bei uns in der Gegend sehr steil auf die “Berg”gipfel geht fahre ich 32:19 – damit komme ich hier bis zu 12% Steigungen hinauf.

  • hAnnes sagt:

    Dankeschön Stephan! Ich hoffe das bald noch mehr Fahrer dem Technikwahn mit Singlespeed entgegenwirken – niemand braucht als Freizeitfahrer 30 Gänge.

  • Max sagt:

    Ein Hoch auf Ihren Fahrstil! Das Video macht Lust aufs Wochenende und das Pennickental. Sind Sie auch Klickpedalenfrei?

  • hAnnes sagt:

    Hallo Max, ja, fahre normale Plattformpedale.

  • josh sagt:

    Für das Gelände macht eine größere Übersetzung ja auch kaum Sinn ;) Sieht jedenfalls gut aus, Video als auch Fahrstil!

  • mAIK sagt:

    Super Video und es macht echt lust auf was neues sprich Singlespeed.


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