26 Jul 2010

Gestern habe ich das gute Wetter genutzt, um ein wenig am Skatepark zu entspannen. Dort habe ich Daniel getroffen, einen jungen Fotografen. Er studiert seit kurzem in Jena, arbeitet ebenfalls mit Nikon, und fotografiert hauptsächlich Extremsport. Wir hatten ein gutes Gespräch, und werden uns sicherlich öfter zum fotografieren treffen. Leider ist sein Internetauftritt zur Zeit offline, er arbeitet aber daran. Ich packte die Gelegenheit um einige Momentaufnahmen vom Skatepark aufzunehmen. Das Ganze wurde dann ein wenig dem Oldschool-Look angepasst und ausgegeben.

Gegen Abend habe ich mich dann noch ausführlich mit André Tawalbeh, einem der beiden Fotografen von A-K-photo, unterhalten. André und Kevin haben sich als Hauptaufgabe auf das Fotografieren von Autos spezialisiert. Das Portfolio überzeugt! Die beiden Fotografen haben seit neuestem einen Car-Rig, eine stabile Konstruktion, welche am Auto via Saugnapf befestigt werden kann, und am anderen Ende die Kamera. Dadurch lassen sich enorm dynamische Aufnahmen erzeugen. André hat angeboten, darüber einen Gastartikel zu schreiben. Ihr dürft also gespannt sein.

In der Zwischenzeit verweise ich auf das Portfolio von A-K-Photo, viel Spaß beim Stöbern!

23 Jul 2010

Heute möchte ich ein Setup für Produktfotos vorstellen. Die Besonderheit besteht in nur einer verwendeten Lichtquelle, ohne speziellen Lichtformer. Geht nicht? Ich beweise das Gegenteil.

Mein zu fotografierendes Objekt war ein AXE-Deospray. Die Dose besteht aus leicht glänzenden, bedrucktem Blech, der Deckel aus weichem, mattem Plastik. Ich bereitete den Foto”tisch” (ein Ikea-Strohkorb) vor, legte eine dunkle Pappe und eine schwarze Acrylplatte darauf. Anschließend positionierte ich die AXE-Dose und richtete die Kamera (D80 + Makro) danach aus. Das ganze wurde hochkant und sensorfüllend vorbereitet, dies habe ich mir von Zack Arias abgeschaut, es bewirkt bei gleichmäßigem Hintergrund (in diesem Fall schwarz) eine erfolgreiche Arbeitsflächenerweiterung unter Photoshop. Außerdem bleibt die Bildqualität dadurch erhalten.

Nachdem die Dose und Kamera ihren Platz gefunden haben, positionierte ich einen Reflektor mit schwarzem Bezug etwa 1m hinter der Axe-Dose. Mit diesem Abstand erhalte ich perfektes schwarz, das Licht wirft keine Reflexe. Nun war alles vorbereitet. Ab jetzt musste ich mir Gedanken um das Licht machen, ich war fest davon überzeugt, dieses Setup mit nur einer Lichtquelle auszuleuchten.

Der erste Schritt: jeweils links und rechts neben die Dose eine weiße Styroporplatte. Ich stellte nun meinen SB600 auf das Lampenstativ, dieser bekam einen Snoot (in meinem Fall einen Pappkanal welcher das Licht geradlinig verteilt). Ich positionierte ihn neben die linke Styroporplatte, er zielte auf die rechte, ohne jedoch die Dose zu streifen. Mein Ziel war es, nur mittels “bouncen” eine schöne Ausleuchtung hinzubekommen. Nun habe ich das Licht eingemessen. Der Belichtungsmesser zeigte mir am rechten Rand der Dose einen Wert von f/5.6, auf der linken Seite f/2.8, also 2 Blenden Differenz. Ich habe diese Werte auf die Kamera übertragen und das erste Bild sah schon ganz passabel aus. Nach kurzer Feineinstellung hatte ich die passende Belichtung. Zwei drei Bilder wurden auf die Speicherkarte gezogen.

Nun wollte ich aber etwas mehr Licht auf die Dose bringen. Ich entschied mich für zwei weitere Reflektorflächen, diesmal aber nur 2 Blatt weißes A4 Papier. Auch den Blitz musste ich umstelllen, die neue Position rückte hinter die linke Styroporplatte, aber immernoch auf die rechte Platte zielend. Jetzt war das Licht perfekt, es wurde von allen Reflektorflächen reflektiert und ergab eine schöne Ausleuchtung, und plastisch wirkte die Dose auch noch.

Den Aufbau kann man sich hier veranschaulichen:

Nachdem ich einige Bilder aufgenommen habe, ging es direkt zu Lightroom. Hier entfernte ich einige Staubpartikel auf der hochglänzenden Acrylplatte, passte das Hintergrundschwarz an, korrigierte die Kontraste, und letztendlich wurde noch selektiv die Farbe angepasst. Das fertige Ergebnis kann man sich hier anschauen.

Als kleinen Bonus habe ich mich an einer Art Werbeplakat versucht. Durch den schwarzen Hintergrund kann man seine Arbeitsfläche ohne weiteres an sein Wunschmaß anpassen, und dadurch Platz für Schrift oder Logos schaffen.

Wie man sieht: mit etwas Überlegung, und einigen Reflektorflächen, kann man auch mit einer Lichtquelle Produktfotos erstellen, wo andere mit Softboxen oder Striplights arbeiten. Danke fürs Lesen!

22 Jul 2010

Vor kurzem hatte ich das erste Shooting mit Florine. Sie ist meine Friseurin und freute sich sehr darauf. Flo hat früher gemodelt und ist auf Laufstegen stolziert, dadurch war es ein sehr angenehmes Knipsen. Bei diesem Shooting habe ich versucht, etwas mehr Umgebungslicht als Hauptlichtquelle zu benutzen, die Softbox bzw. der Schirm wurde nur zum Aufhellen verwendet, dadurch entsteht eine recht natürliche Belichtung. Die Bearbeitung war diesmal komplett im Lightroom.

Sehr geholfen hat mir mein Belichtungsmesser, welchen ich vor kurzem etwas modifiziert habe. Damit lies sich das Licht sehr schnell einstellen, ein wirklich tolles Hilfsmittel.
Nun aber zu den Bildern:

Für das erste Mal bin ich zufrieden, das Umgebungslicht hat gute Dienste geleistet, die nächsten Bilder werden sicherlich einige “Heim”-Studioaufnahmen werden.

18 Jul 2010

Heute ging es mit dem Moped über die Dörfer. Nach etwa zwei Stunden kam ich wieder zuhause an, den Helm voller Insekten, die Speicherkarte bestückt mit einigen Bildern. Ich muss immerwieder feststellen, dass das Jenaer Umland einfach schön und abwechslungsreich ist, eine Ausfahrt lohnt immer!

17 Jul 2010

Fünf Uhr fünfundvierzig, laute Bässe, fluchende Nachbarn, und ein nerviger Wecker holen mich aus dem Tiefschlaf. Regentropfen klopfen mit leiser Sorgfalt auf das Dachfenster. Es ist Samstag. Ich stelle den Wecker ab, die Bässe der abendlichen WG-Party werden zunehmend leiser.

Aufstehen, Duschen, Anziehen, Kaffee kochen. Der morgendliche Ablauf. Ein Blick aus dem Fenster bringt Gewissheit: das Wetter hat sich beruhigt, der Himmel ist jedoch betrübt. Immernoch müde, aber mit hoher Sorgfalt packe ich meine Tasche. Das Nötigste befindet sich in ihr: Portemonaie, Schlüssel, Ipod und Kamera samt 35mm Objektiv. Geschwind zieh ich mir die Schuhe an, und schwinge zur Tür hinaus. Auf geht’s, zum Jenaer Flohmarkt.